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Fenchel vorziehen

Fenchel vorziehen

Fenchel lässt sich durchaus vorziehen – aber nur, wenn du dabei einige wichtige Punkte beachtest. Die Pflanze bildet ein feines, recht empfindliches Wurzelwerk aus, und jede Störung der Wurzeln beim Umpflanzen kann dafür sorgen, dass der Fenchel frühzeitig schießt (also eine Blüte statt einer Knolle bildet). Wenn du tiefe Pflanztöpfe verwendest, die du später direkt ins Beet setzen kannst, gibt dir das fenchel vorziehen jedoch ein echtes Zeitplus von 3–4 Wochen.

In diesem Ratgeber erfährst du, wann fenchel vorziehen sinnvoll ist und wie du dabei vorgehst, ohne dass deine Pflanzen zu früh schießen.

Sollte man Fenchel vorziehen?

Das ist möglich, doch Fenchel fühlt sich meistens wohler, wenn er direkt ins Freiland ausgesät wird – das klappt ab Ende Mai am besten. Fenchel bildet eine kurze Pfahlwurzel mit empfindlichen Seitentrieben aus, die möglichst wenig gestört werden sollten. Das fenchel vorziehen ist daher etwas riskanter als bei vielen anderen Gemüsesorten.

Vorzucht eignet sich, wenn:

  • du früher ernten willst und tiefe Töpfe nutzt, in denen die Wurzeln beim Auspflanzen nicht verletzt werden,
  • der Frühling in deiner Region besonders spät kommt oder die Erde im Frühjahr eher kalt und schwer ist,
  • du vermeiden möchtest, dass Samen und Sämlinge im Beet von Schnecken oder Vögeln gefressen werden,
  • du kräftige Jungpflanzen möchtest, die nach dem Auspflanzen schnell anwachsen.

Für das fenchel vorziehen in der Wohnung sind tiefe Pflanztöpfe oder biologisch abbaubare Töpfe, die später mitsamt Wurzelballen ins Beet gesetzt werden, die beste Wahl. Das ist der wichtigste Tipp gegen frühes Schossen.

So ziehst du Fenchel vor

Fenchel vorziehen ist unkompliziert, sofern du tiefe Anzuchttöpfe nutzt und für gleichmäßige Temperaturen sorgst. Alles, was du dafür brauchst, findest du in unserem Sortiment an Zubehör zum Vorziehen.

  1. Fülle tiefe Töpfe mit angefeuchteter Aussaaterde.
  2. Lege 2–3 Samen pro Topf etwa 1–1,5 cm tief hinein.
  3. Bedecke die Samen locker mit Erde und gieße vorsichtig an.
  4. Stelle die Töpfe hell bei 18–22 °C auf. Wichtig: In kühler Erde keimt Fenchel schlecht.
  5. Halte die Erde mäßig feucht, aber nicht nass.

Nach 10–14 Tagen zeigen sich meist die Keimlinge. Lasse dann jeweils nur die kräftigste Pflanze je Topf weiterwachsen, damit sie viel Platz bekommt. Schneide die schwächeren Keimlinge einfach dicht über der Erde ab, statt sie herauszuziehen – so beschädigst du nicht das Wurzelsystem der starken Pflanze.

Bekommen die kleinen Fenchelpflanzen zu wenig Licht, werden sie schnell lang und dünn. Stelle sie möglichst hell, am besten auf eine sonnige Südfensterbank oder unter eine passende Pflanzenlampe.

Von der Vorzucht ins Beet

Die Jungpflanzen sind bereit zum Auspflanzen, sobald sie 3–4 echte Blätter entwickelt haben und das Wurzelwerk den Topf gut durchdringt. In der Regel dauert das 3–4 Wochen nach dem fenchel vorziehen. Gepflanzt werden sollte erst, wenn keine Nachtfröste mehr drohen und die Bodentemperatur stabil über 12–15 °C liegt. Wer zu früh oder bei kalter Erde auspflanzt, riskiert am meisten, dass der Fenchel schießt.

Empfehlenswert ist das sogenannte Abhärten: Gewöhne die jungen Pflanzen etwa eine Woche lang langsam an die Außentemperaturen, indem du sie tagsüber rausstellst und nachts wieder hereinholst. So vermeidest du Stress durch plötzlichen Temperatur- oder Lichtwechsel.

Pflanze deinen Fenchel mit 25–30 cm Abstand in der Reihe und 30–40 cm zwischen den Reihen. Setze die Pflanze mitsamt Topfballen ins Pflanzloch, ohne die Erde von der Wurzel zu entfernen oder daran herumzuzupfen. Anschließend gut angießen, damit die Wurzeln schnell in die neue Umgebung einwachsen.

Noch mehr Tipps dazu, wie du Fenchel aussäst und pflegst, findest du in unserem Ratgeber zur Aussaat von Fenchel.

Weitere Pflege deiner Fenchelpflanzen

Mit dem fenchel vorziehen ist es nicht getan. Nach dem Auspflanzen kommt es vor allem auf regelmäßiges Gießen und etwas Dünger an, damit die Knollen fest und knackig werden, ohne früh in Blüte zu gehen.

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