Wenn du erfolgreich Gurken aus dem eigenen Gewächshaus oder Garten geerntet hast, kommt es entscheidend darauf an, wie du Gurken aufbewahren solltest, damit sie möglichst lange frisch bleiben. Gurken enthalten sehr viel Wasser und sind deshalb empfindlicher als viele andere Gemüsesorten. Werden Gurken falsch gelagert, werden sie schnell schlapp, schleimig oder nehmen Kälteschäden.
In dieser Anleitung erfährst du, wie du Gurken richtig lagern kannst – besonders wenn es um die Aufbewahrung von Gurken aus dem Gewächshaus geht.
Wie lange bleiben Gurken frisch?
Frische Gurken halten sich bei richtiger Lagerung in der Regel 1–2 Wochen. Die Haltbarkeit hängt von der Sorte, dem Reifegrad bei der Ernte sowie vor allem von Temperatur und Luftfeuchtigkeit während der Lagerung ab. Selbst geerntete Gurken haben oft eine etwas kürzere Haltbarkeit als gekaufte, da sie nicht mit Wachs behandelt sind.
Je zügiger die Gurken nach der Ernte gekühlt werden und je konstanter sie gelagert sind, desto länger bleiben sie knackig.
Am wohlsten fühlen sich Gurken bei kühlen, aber nicht kalten Temperaturen. Die ideale Temperatur für das Gurken aufbewahren liegt bei etwa 10–12 Grad – hier behalten sie Frische und Aroma am besten.
Wenn Gurken zu kalt gelagert werden – zum Beispiel im normalen Kühlschrank bei 3–5 Grad – drohen Kälteschäden. Sie zeigen sich durch glasige Stellen, schlaffe Konsistenz und einen deutlich schnelleren Verderb. Müssen Gurken doch in den Kühlschrank, solltest du sie ins Gemüsefach legen, da es dort meist etwas wärmer ist.
Gurken aus dem Gewächshaus aufbewahren
Gurken aus dem Gewächshaus sind meist besonders saftig und dadurch noch empfindlicher. Nach der Ernte solltest du sie nicht in der Sonne oder im warmen Gewächshaus liegen lassen, sondern sofort ins Haus holen und leicht herunterkühlen.
Optimal ist ein kühler Raum, ein Keller oder eine Speisekammer mit möglichst gleichmäßiger Temperatur. Wenn das nicht möglich ist, kann der Kühlschrank kurzfristig genutzt werden – dabei solltest du aber unbedingt auf die richtige Verpackung achten.
Die Verpackung spielt eine wichtige Rolle beim Gurken aufbewahren. Lässt du Gurken offen liegen, verlieren sie schnell Feuchtigkeit und werden schlapp.
Wickle deine geernteten Gurken daher in Küchenpapier, eine Papiertüte oder ein sauberes Geschirrtuch ein. Das nimmt überschüssige Feuchtigkeit auf und schützt zugleich vor Austrocknung. Dicht schließende Plastikbeutel solltest du vermeiden, weil sich darin Feuchtigkeit staut – es kann schnell zu Schimmelbildung und Fäulnis kommen.
Gurken immer getrennt von Obst lagern
Gurken reagieren sehr empfindlich auf Ethylengas, das zum Beispiel von Tomaten, Äpfeln und Bananen freigesetzt wird. Ethylen beschleunigt die Reifung und den Verderb – deshalb solltest du Gurken immer separat von diesen Früchten lagern.
Das gilt sowohl bei der Aufbewahrung im Kühlschrank als auch bei Zimmertemperatur.
Kann man Gurken einfrieren?
Gurken eignen sich generell nicht zum Einfrieren, da ihr hoher Wasseranteil sie nach dem Auftauen weich und wässrig macht. Wenn du mehr Gurken hast, als du frisch essen kannst, verarbeite sie lieber wie folgt:
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eingelegt als Essiggurken
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zubereitet als Gurkensalat
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oder laufend frisch verbrauchen
So kannst du deine Gurkenernte deutlich länger genießen, ohne bei der Qualität Abstriche machen zu müssen.
Typische Fehler beim Lagern von Gurken
Zu den häufigsten Fehlern beim Gurken aufbewahren gehören:
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Lagerung in zu kaltem Kühlschrank
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Aufbewahrung zusammen mit ethylenbildendem Obst
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fehlende Verpackung
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Aufbewahrung in feuchtem Plastik
Wenn du diese Fallen vermeidest, kannst du Gurken frisch halten und deutlich länger genießen!
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