Wer seine Möhren selbst anbaut, sollte wissen, wie man sie richtig lagert. Denn nur mit der richtigen Methode zum Möhren aufbewahren bleiben Geschmack, Knackigkeit und Haltbarkeit nach der Ernte erhalten. Frisch aus dem eigenen Garten geerntete Möhren können lange gelagert werden – allerdings stellen sie ganz andere Ansprüche an die Aufbewahrung als handelsübliche Karotten aus dem Supermarkt.
In dieser Anleitung erfährst du, wie du Möhren lagern solltest, wenn sie direkt vom Beet kommen. Möchtest du mehr über den gesamten Anbau erfahren – von der Aussaat bis zur Ernte –, dann findest du viele Infos in unserer Anleitung zum Anbau von Möhren.
Wann sind Möhren bereit für die Lagerung?
Möhren sind dann bereit für die Lagerung, wenn sie voll ausgereift sind und an einem trockenen Tag geerntet wurden. Am besten holst du sie aus dem Boden, bevor der erste starke Frost kommt – Frostschäden können die Haltbarkeit deiner Möhren erheblich verringern.
Vor dem Einlagern solltest du grundsätzlich das Möhrengrün entfernen. Lässt man das Grün dran, entzieht es der Wurzel weiterhin Feuchtigkeit und Nährstoffe – so werden die Möhren schneller weich. Für eine längere Lagerung solltest du Möhren nicht waschen, sondern nur vorsichtig die überschüssige Erde abbürsten.
Eine kurze Aufbewahrung mit Grün ist möglich, etwa für wenige Tage im Kühlschrank – auf Dauer ist dies aber meist nicht ratsam, wenn die Möhren knackig bleiben sollen. Möchtest du Möhren aufbewahren, ohne das Grün zu entfernen, dann nur für ein paar Tage, idealerweise im Kühlschrank.
Die besten Methoden, um Möhren aufzubewahren
Wie du Möhren aufbewahren solltest, hängt davon ab, wie lange die Möhren haltbar bleiben müssen – und welche Möglichkeiten du zuhause hast.
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Für eine kurze Lagerzeit kannst du Möhren im Kühlschrank aufbewahren. Lagere sie kühl, feucht und dunkel – am besten in der Gemüseschublade, in einer offenen Plastiktüte oder einer Kiste, damit sie nicht austrocknen. Entferne auch hier das Grün, denn sonst verlieren die Möhren Feuchtigkeit. Verschlossene Beutel oder Boxen eignen sich nicht, da sich sonst Feuchtigkeit staut.
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Für die Langzeitlagerung ist ein Keller, Erdloch oder ein anderer frostfreier Raum ideal. Die Möhren werden dazu schichtweise in feuchten Sand oder leicht feuchte Erde gelegt und bei niedriger Temperatur gelagert. Das imitiert die natürlichen Verhältnisse im Boden und sorgt dafür, dass Möhren mehrere Monate lang knackig und aromatisch bleiben.
Möhren im Winter aufbewahren
Wenn du viele Möhren geerntet hast, kannst du sie mit der richtigen Methode über den Winter lagern und so bis weit in die kalte Jahreszeit knackig halten. Möhren vertragen jedoch keine starke Frost – deshalb sollten sie so gelagert werden, dass sie nicht austrocknen oder durch Kälte Schaden nehmen.
Die beste Methode ist das Aufbewahren in einem frostfreien, kühlen Raum bei etwa 0–5 Grad. Hast du keinen solchen Platz, kannst du die Möhren manchmal auch direkt im Beet lassen und nach und nach ernten. Voraussetzung ist, dass der Boden im Winter nicht komplett durchfriert und du das Beet mit einer dicken Schicht Laub, Stroh oder Vlies abdeckst. Das klappt besonders gut in klassischen Beeten – Hochbeete lassen sich meist nicht ausreichend isolieren, um die Möhren vor Frost zu schützen.
Praktisch ist es, verschiedene Methoden zu kombinieren – je nachdem, wie viele Möhren noch übrig sind und wie streng der Winter wird.
Typische Fehler beim Möhren aufbewahren aus dem eigenen Garten
Die häufigsten Probleme beim Möhren lagern entstehen, wenn die Temperaturen zu hoch oder die Luft zu trocken sind. Sind Möhren zu warm gelagert, werden sie schnell weich. Fehlt die nötige Feuchtigkeit, verlieren sie ihre Spannkraft und werden schlaff.
Um mit deinen Möhren Erfolg zu haben, solltest du sie nach der Ernte immer kühl und mit einer gewissen Luftfeuchtigkeit lagern, vor allem wenn sie länger haltbar bleiben sollen.
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