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Porree düngen

Porree düngen

Lauch wächst langsam und hat eine sehr lange Vegetationsperiode. Deshalb ist es wichtig, die Pflanzen während des gesamten Sommers gleichmäßig, aber maßvoll zu versorgen. Werden die Pflanzen nicht ausreichend genährt, bleiben die Stängel dünn und blass, das Wachstum stagniert, und du erhältst nur eine kleine Ernte. Beim porree düngen geht es darum, deinen Lauchpflanzen eine gute Ausgangsbasis zu geben und sie anschließend nur dosiert zu unterstützen – ohne zu übertreiben.

In dieser Anleitung erfährst du, wann und wie du Lauch am besten düngst, wie viel die Pflanzen tatsächlich benötigen und auf welche Warnzeichen du achten solltest.

Braucht Lauch eigentlich Dünger?

Wenn das Beet vor dem Auspflanzen gut vorbereitet wird, kommen Lauchpflanzen eine Zeit lang alleine zurecht. Die Erde sollte jedoch von Anfang an nährstoffreich sein, da Lauch über viele Monate im Beet steht und kontinuierlich neue Stängel bildet.

Arbeite am besten reifen Kompost oder organischen Dünger zwei bis drei Wochen vor dem Auspflanzen in den Boden ein. Das ermöglicht eine gleichmäßige Freisetzung der Nährstoffe während der gesamten Saison und verbessert sowohl die Bodenstruktur als auch die Wasserspeicherfähigkeit. Lauch gedeiht besonders gut in tiefgründigem, lockeren und humusreichem Boden. Eine sorgfältige Vorbereitung des Beetes ist meist wichtiger als spätere zusätzliche Düngergaben.

Wann solltest du Lauch düngen?

In den ersten vier bis sechs Wochen nach dem Auspflanzen benötigt Lauch in der Regel keinen zusätzlichen Dünger. Die Pflanzen müssen erst gut einwurzeln, bevor sie große Mengen an Nährstoffen aufnehmen können. Erst wenn das Wachstum richtig einsetzt und die Stängel deutlich dicker werden, kannst du alle drei bis vier Wochen eine leichte Düngergabe ergänzen.

Als Faustregel gilt:

  • Kompost oder gut verrotteter Stallmist circa zwei bis drei Wochen vor dem Auspflanzen in den Boden arbeiten
  • Die erste kleine Düngergabe etwa vier bis sechs Wochen nach dem Auspflanzen, typischerweise Anfang Juli
  • Leichte Nachdüngung alle drei bis vier Wochen im Sommer, bis Mitte September
  • Ab Mitte September mit dem Düngen aufhören, damit die Pflanzen vor dem Winter ausreifen können

Wie oft und wie viel düngen?

Lauch ist kein Starkzehrer wie zum Beispiel Tomaten oder Zucchini. Zu viel Dünger – insbesondere Kunstdünger mit viel Stickstoff – sorgt oft für weiche, instabile Blätter und Stängel, die anfälliger für Krankheiten und Schädlinge sind. Halte dich deshalb an moderate Mengen.

  • Flüssigdünger: einmal alle drei bis vier Wochen in halber Dosierung
  • Kompost als Mulch: eine dünne Schicht rund um die Pflanzen im Laufe der Saison, idealerweise beim Anhäufeln
  • Kunstdünger: nur sparsam verwenden und nur, wenn der Boden am Anfang sehr nährstoffarm ist

Bist du unsicher, welche Düngerart zu deinem Beet passt, findest du verschiedene Düngerarten hier. Universaldünger oder spezielle Dünger für Zwiebelgewächse eignen sich besonders gut, wenn du ganz auf Nummer sicher gehen möchtest.

Anzeichen für Nährstoffmangel bei Lauch

Lauch zeigt dir selbst, wenn etwas fehlt. Achte insbesondere auf diese Symptome:

  • Helle, gelbliche Blätter: oft Hinweis auf Stickstoffmangel
  • Schwaches, langsames Wachstum: meist genereller Nährstoffmangel oder zu kühler Boden
  • Dünner, blass-rötlicher Stängel: kann auf Phosphormangel oder zu dichte Pflanzung hindeuten
  • Vertrocknete Blattspitzen: oft durch Trockenheit oder Kaliummangel verursacht

Nährstoffversorgung und Bewässerung hängen eng zusammen. Beim Gießen werden Nährstoffe aus dem Boden gespült, und bei Trockenheit kann die Pflanze sie selbst dann nicht aufnehmen, wenn sie vorhanden sind. Das ist einer der Gründe, warum Lauch besser auf regelmäßiges Gießen und ein wenig Kompost reagiert als auf große Mengen Flüssigdünger.

Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber zum Lauch gießen.

Überdüngung vermeiden

Zu viel Dünger – insbesondere Stickstoff – macht die Blätter weich und instabil und erhöht das Risiko für Lauchrost und Lauchmotte. Nasse Böden erhöhen zusätzlich das Risiko für Wurzelprobleme und Weißfäule.

Mehr Informationen dazu erhältst du in unserem Ratgeber Laucherkrankungen hier.

porree düngen heißt also nicht, möglichst viel zu geben, sondern die Pflanzen gezielt und zum richtigen Zeitpunkt zu versorgen. Eine gleichmäßige, maßvolle Nährstoffzufuhr über den Sommer sorgt in den meisten Fällen für kräftige, haltbare Lauchstangen.

Möchtest du noch mehr über Lauch wissen?

Wenn du noch tiefer in das Thema Lauch einsteigen möchtest, findest du hier weitere hilfreiche Ratgeber:

Und falls du noch neue biosamen für die nächste Saison brauchst, findest du hier unsere Auswahl an Lauchsamen.

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