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Porree gießen

Porree gießen

Lauch sollte während der gesamten Wachstumsperiode regelmäßig gegossen werden, da die Pflanzen monatelang im Beet stehen und laufend ihren Stängel aufbauen. Am besten gießen Sie morgens direkt am Boden, sodass die Blätter trocken bleiben, und halten die oberen 15–20 cm Erde gleichmäßig feucht, ohne sie zu durchnässen. Das beugt Rost am Lauch vor und sorgt für lange, gleichmäßige Stängel. Damit gelingen Ihnen gesunde Pflanzen – denn richtig porree gießen ist der Schlüssel zu einer guten Ernte.

In dieser Anleitung erfahren Sie, wie viel Wasser Lauch in der Regel braucht, zu welcher Tageszeit Sie am besten gießen und auf welche Anzeichen Sie im Verlauf achten sollten.

Wie viel Wasser braucht Lauch?

Lauch hat einen geringeren Wasserbedarf als großblättrige Kulturen wie zum Beispiel Gurken oder Zucchini, verträgt aber trotzdem keine längere Trockenheit. Das Wurzelsystem ist kräftig und reicht recht breit, aber das meiste Wurzelwachstum findet in den oberen 15–20 cm der Erde statt. Deshalb ist eine gleichmäßig feuchte Wurzelzone wichtiger als große Wassermengen auf einmal – gleichmäßig porree gießen zahlt sich hier aus.

  • Direkt nach dem Auspflanzen: Die obersten 5–10 cm Erde sollten stets gleichmäßig feucht sein, damit sich die jungen Wurzeln gut entwickeln. Meist genügt in den ersten 1–2 Wochen ein leichtes Gießen täglich oder jeden zweiten Tag.
  • Wachstumsphase: Bei normalem Wetter reichen oft 1–2 gründliche Wassergaben pro Woche.
  • Hochsommer: Bei Hitze steigt der Wasserbedarf. Gut eingewurzelte Lauchstangen kommen meist mit 2–3 Wassergaben pro Woche aus, wenn es nicht regnet.
  • Hochbeete, Töpfe & Balkonkästen: Hier ist der Wasserverbrauch in der Regel höher, da die Erde rascher austrocknet.

Die Erde sollte 5–10 cm tief immer feucht (aber nicht nass) sein. Die Oberfläche darf zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen, aber im Wurzelbereich sollte das Substrat nie ganz austrocknen. Fällt es Ihnen schwer, das Feuchtigkeitsniveau einzuschätzen, kann ein Feuchtigkeitsmesser nützlich sein – insbesondere während heißer Perioden, wenn die Oberfläche schnell austrocknet, obwohl der Boden darunter noch feucht ist.

Wasser an die Wurzeln, nicht über die Blätter

Einer der wichtigsten Grundsätze beim porree gießen: Wässern Sie direkt am Fuß der Pflanze und vermeiden Sie es, die Blätter zu benetzen. Die Blätter vom Lauch sind zwar glatt und etwas wachsig, aber länger nasse Blätter bieten Pilzkrankheiten wie etwa Lauchrost und andere Lauchkrankheiten beste Bedingungen.

Darauf sollten Sie beim Gießen von Lauch achten:

  • Langsam und gezielt am Boden gießen, direkt an die Pflanzenbasis
  • Vermeiden, Wasser auf die Blätter zu bringen – insbesondere am Abend
  • Darauf achten, dass das Wasser wirklich einsickert und nicht an der Oberfläche abläuft

Mit einer Gießkanne mit schmalem Ausguss oder einer sanften Tropfbewässerung lässt sich die Wurzelzone hervorragend treffen, ohne die Blätter zu benetzen. Da Lauch kompakt wächst, stehen die Pflanzen oft dicht und eine präzise Bewässerung spart Wasser und beugt Krankheiten vor.

Zu welcher Tageszeit sollte man Lauch gießen?

Am besten porree gießen Sie morgens. Dann steht der Pflanze tagsüber Feuchtigkeit zur Verfügung und eventuell benetzte Blätter können rasch in der Sonne abtrocknen – ein optimaler Start für robuste Lauchstangen, bevor es am Tag richtig heiß wird.

Wasser am Mittag verdunstet zu schnell, Teile können auf heißen Blättern sogar zu kleinen Verbrennungen führen. Am Abend sollten Sie nur bei Bedarf und dann ausschließlich direkt am Boden gießen. Denn ständig feuchte Pflanzen in kühlen Nächten erhöhen besonders später im Sommer das Risiko für Lauchrost.

Lauch gießen in Töpfen & Hochbeeten

Wenn Sie Lauch in Töpfen, Pflanzsäcken oder Balkonkästen anbauen, ist der Wasserbedarf höher, weil das begrenzte Erdvolumen schneller austrocknet. Kontrollieren Sie im Hochsommer mehrfach pro Woche, bei großer Hitze kann sogar tägliches Gießen notwendig sein. Wichtig: Töpfe oder Kästen sollten immer Abzugslöcher für überschüssiges Wasser besitzen. Lauch mag Feuchtigkeit, verträgt aber keine stauende Nässe im Wurzelbereich.

Auch im Hochbeet trocknet die Erde schneller aus, weil von den Seiten Luft an das Substrat gelangt. Eine Mulchschicht aus Stroh oder Rasenschnitt zwischen den Lauchreihen hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und reduziert gleich nebenbei den Unkrautwuchs.

Typische Anzeichen von zu wenig oder zu viel Wasser

Zu wenig Wasser:

  • Schlaffe, hängende Blattspitzen, vor allem mittags
  • Dünne Stängel mit langsamen Wachstum
  • Die Pflanze stellt das Wachstum ein oder beginnt, Blüten zu bilden

Zu viel Wasser:

  • Gelbe Blätter und schwaches Wachstum selbst bei Sonne und Wärme
  • Weiche Stängel im Erdnahbereich, eventuell beginnende Fäulnis
  • Erhöhtes Risiko für Rost und andere Pilzkrankheiten

Wer oft und viel gießt, spült auch automatisch mehr Nährstoffe aus der Erde – und Lauch benötigt über die Saison hinweg einiges an Nährstoffen. Deswegen sollten Sie Düngung und porree gießen immer aufeinander abstimmen, sodass Ihre Pflanzen während des Wachstums nicht an Nährstoffmangel leiden.

Mehr dazu finden Sie in unserer Anleitung zu Lauch düngen.

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