Spinnmilben gehören zu den häufigsten Schädlingen an Gurken, vor allem wenn sie im Gewächshaus angebaut werden. Die winzigen Tiere sind anfangs schwer zu entdecken, richten aber schnell großen Schaden an und können das Wachstum und die Ernte komplett ruinieren.
Spinnmilben sind keine Krankheit, aber sie stressen die Pflanzen und machen sie anfälliger für Gurkenkrankheiten. Deshalb ist es wichtig, die Symptome zu erkennen, den Lebenszyklus der Spinnmilben zu verstehen und zu wissen, unter welchen Bedingungen sie auftreten.
Symptome von Spinnmilben bei Gurken
Spinnmilben an Gurken sind mit bloßem Auge kaum zu sehen. Oft fällt der Befall erst auf, wenn die Symptome deutlich an den Blättern erscheinen.
Das erste Anzeichen ist meist ein feines, helles Sprenkelmuster auf den Blättern. Die Punkte entstehen, weil die Spinnmilben den Pflanzensaft aus den Zellen saugen. Mit der Zeit verlieren die Blätter ihre kräftige grüne Farbe und wirken matt und grau.
Bei stärkerem Befall findest du feine Gespinste auf der Blattunterseite, und die Blätter beginnen nach und nach einzutrocknen. Wenn nichts gegen die Spinnmilben an Gurken unternommen wird, breitet sich der Befall schnell auf die gesamte Pflanze aus – auch auf die Gurken selbst. Am Ende können große Teile des Laubs verloren gehen und die Pflanze sogar absterben.
Warum treten Spinnmilben bei Gurkenpflanzen auf?
Spinnmilben erscheinen selten ohne Grund. Sie vermehren sich vor allem, wenn bestimmte Bedingungen herrschen – meistens dann, wenn die Pflanzen Stress haben.
Die häufigsten Ursachen sind:
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trockene und warme Luft im Gewächshaus
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zu wenig Lüftung
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unregelmäßiges oder zu geringes Gießen
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zu eng stehende Pflanzen mit schlechter Belüftung
Fehlt den Gurkenpflanzen das richtige Gleichgewicht, sind sie besonders anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben an Gurken. Hier spielt die richtige Pflege von Gurkenpflanzen eine entscheidende Rolle – dazu gehören das Gießen, das Hochbinden und das Ausgeizen der Gurken.
Lebenszyklus der Spinnmilben
Um zu verstehen, warum spinnmilben gurken so hartnäckig sind, hilft ein Blick auf ihren kurzen Lebenszyklus – denn dadurch können sie sich in kurzer Zeit explosionsartig vermehren.
Überwinternde Spinnmilben legen eine große Anzahl glasklarer, winziger Eier auf der Blattunterseite ab. Nach nur 5–6 Tagen schlüpfen die Jungtiere und beginnen sofort, Pflanzensaft aus den Blättern zu saugen.
Gegen Spätsommer und Herbst entwickeln sich Weibchen, die in eine Ruhephase gehen. Sie suchen Schutz in Ritzen und Spalten im Gewächshaus, verlassen also die Pflanzen, um dort zu überwintern und im Folgejahr erneut Probleme zu verursachen, falls nichts dagegen unternommen wird.
Gerade diese schnelle Vermehrung macht spinnmilben an gurken zu einem dauerhaften Problem – besonders in warmen, trockenen Zeiten.
Spinnmilben bekämpfen und vorbeugen
Beim Auftreten von spinnmilben gurken ist schnelles Handeln gefragt. Sobald du helle Sprenkel auf den Blättern oder mattes, graues Laub bemerkst, solltest du aktiv werden. Je früher du spinnmilben bei gurken entdeckst, desto einfacher lässt sich der Befall eindämmen, ohne dass die Pflanze größere Schäden nimmt.
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Biologische Bekämpfung mit Raubmilben ist oft die wirkungsvollste Methode. Die Nützlinge werden direkt auf die Pflanzen gesetzt und fressen die Spinnmilben bei Temperaturen ab etwa 16–17 °C. Sobald keine Spinnmilben mehr da sind, verschwinden die Raubmilben wieder von selbst.
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Spinnmilben fühlen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit sehr unwohl. Deshalb helfen mehr Feuchtigkeit im Gewächshaus und das wiederholte Besprühen der Pflanzen – vor allem auf der Blattunterseite – dabei, einem Befall vorzubeugen bzw. ihn einzudämmen.
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Stark befallene Blätter sofort abschneiden und im Restmüll entsorgen, niemals auf den Kompost geben. Bei schwachem Befall ist ein Einsatz von Insektizid-Seife möglich; diese wird gezielt auf der Blattunterseite angewendet, wo sich die Spinnmilben verstecken.
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Nach der Saison ist gründliches Reinigen angesagt: Sind alle Pflanzen aus dem Gewächshaus entfernt, solltest du mit Wasser und Schmierseife putzen, um überwinternden Spinnmilben den Garaus zu machen.
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Vorbeugung heißt v.a.: für stabile Wachstumsbedingungen sorgen! Gleichmäßiges Gießen, genügend Platz zwischen den Pflanzen und regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten senken das Risiko eines Befalls deutlich. Richtiges Gießen, Hochbinden und Ausgeizen machen deine Gurken weniger anfällig.
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