Das aubergine ausgeizen sorgt dafür, dass die Pflanze ihre Energie gezielt in die Ausbildung der Früchte steckt und nicht in das Wachstum von Blättern und Seitentrieben. Wenn du Auberginen einfach wachsen lässt, entstehen oft zahlreiche Verzweigungen, aber die Früchte bleiben klein und weniger zahlreich. Durch gezieltes Ausgeizen und Schneiden förderst du gesunde Pflanzen, eine bessere Belüftung und eine reichere Ernte.
In dieser Anleitung erfährst du, warum und wann man Auberginen schneidet und welche Triebe entfernt werden sollten.
Warum sollte man Auberginen schneiden?
Jede Auberginenpflanze verfügt nur über eine begrenzte Menge an Energie. Diese kann sie entweder auf viele Blätter und Seitentriebe oder auf weniger, dafür aber kräftige Früchte verteilen. Durch das aubergine ausgeizen und gezieltes Schneiden lenkst du die Kraft der Pflanze hin zur Fruchtbildung.
Das Schneiden deiner Auberginen hat gleich mehrere Vorteile:
- Bessere Luftzirkulation und mehr Lichteinfall
- Weniger Feuchtigkeit zwischen den Blättern
- Geringeres Risiko für Pilzkrankheiten
- Gleichmäßigere und leichter zu erntende Auberginen
Auberginen richtig schneiden – so geht’s
Das Ziel ist, eine Pflanze mit 2-3 kräftigen Hauptstängeln zu haben, die die Früchte tragen. Kleine Triebe kannst du einfach mit den Fingern abknipsen, für dickere Seitentriebe nimm am besten eine saubere Gartenschere. Optimal ist es, das aubergine schneiden an einem trockenen Tag zu erledigen – dann verheilen die Schnittstellen am schnellsten.
Spitzen rechtzeitig kappen: Wenn die Pflanze etwa 30 cm hoch ist, kannst du die oberste Triebspitze entfernen. Dadurch verzweigt sich die Aubergine und es entstehen mehr Seitentriebe – das bedeutet am Ende mehr Früchte.
Erste Blüten frühzeitig entfernen: Die allererste Blüte solltest du meist abknipsen. Wenn sich nämlich direkt eine Frucht entwickelt, steckt die Pflanze ihre ganze Energie in diese eine Aubergine – das bremst das weitere Wachstum.
Überflüssige Seitentriebe regelmäßig ausgeizen: Lass nur die kräftigsten Haupttriebe stehen und knipse die schwächeren Seitentriebe ab, damit die Pflanze nicht zu buschig wird. Auch gelbe und untere Blätter solltest du nach und nach entfernen, damit die Luft besser an die Basis der Pflanze gelangt.
Die Anzahl der Früchte begrenzen
Es ist zwar verlockend, alle Früchte an der Pflanze zu lassen, aber in der Regel kann eine Aubergine nicht viele Früchte gleichzeitig ausreifen lassen – erst recht nicht bei kurzer Saison. Am meisten Erfolg hast du mit etwa 4-6 Auberginen je Pflanze zur selben Zeit.
Wenn du besonders kleine Früchte frühzeitig entfernst, wachsen die übrigen kräftiger und werden größer sowie einheitlicher im Aussehen.
Beschneiden und Stützen gehören zusammen
Wenn du deine Auberginen schneidest, solltest du sie zugleich stützen. Eine gezielt ausgegeizte Pflanze mit wenigen Haupttrieben kannst du leichter anbinden. Gleichzeitig bleiben die Pflanzen aufgebunden luftiger und sind besser gegen Feuchtigkeit und Krankheiten geschützt.
Am besten kontrollierst du die Pflanzen in der Hauptwachstumszeit ein- bis zweimal pro Woche; dabei knipst du kleine neue Triebe direkt ab, ehe sie zu groß werden. Kurze, regelmäßige Durchgänge sind effektiver, als alles auf einmal zu erledigen.
Mehr Infos findest du in unserer Anleitung zur Stütze von Auberginenpflanzen.
Möchtest du mehr über Auberginen wissen?
Wenn du noch mehr über Auberginen lernen möchtest, findest du auch diese weiteren Ratgeber spannend:
- Anbau von Auberginen
- Auberginen vorziehen
- Auberginen richtig gießen
- Auberginen düngen
- Abstand beim Aubergine pflanzen
- Krankheiten bei Auberginen
- Auberginen ernten
- Auberginen lagern
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