Auberginen sind wärmeliebende Pflanzen, und die meisten Probleme entstehen, wenn das Gleichgewicht im Gewächshaus oder im Topf gestört wird. Aubergine krankheiten und Schädlinge treten selten zufällig auf, sondern hängen fast immer mit Feuchtigkeit, Wärme, Bewässerung und Nährstoffversorgung zusammen.
In diesem Ratgeber findest du einen Überblick über die häufigsten aubergine krankheiten und aubergine schädlinge, erfährst, wie sie entstehen und wie du sie mit gezielter Pflege vermeiden kannst.
Warum treten Krankheiten bei Auberginen auf?
Eine gesunde Auberginenpflanze ist ziemlich robust, doch unter längerem Stress wird sie anfälliger für Krankheiten.
Das gilt besonders, wenn:
- die Luftfeuchtigkeit längere Zeit hoch ist
- die Blätter häufig nass sind
- die Pflanzen zu eng stehen und schlecht belüftet werden
- unregelmäßig oder zu reichlich gegossen wird
Deshalb hängen aubergine krankheiten eng mit der täglichen Pflege zusammen. Korrektes Bewässern von Auberginen, gute Pflanzenstütze für Auberginen und regelmäßiges Auslichten von Auberginen sind entscheidend, damit die Pflanzen gesund bleiben.
Schädlinge an Auberginen
Aubergine schädlinge sind gerade im warmen, trockenen Gewächshaus eines der häufigsten Probleme.
- Spinnmilben fühlen sich in trockener, warmer Luft besonders wohl und zeigen sich durch feine Gespinste und helle Flecken auf den Blättern.
- Blattläuse findest du meist an den frischen Trieben und Blattunterseiten, wo sie Pflanzensaft saugen.
- Weiße Fliegen (Mottenschildläuse) fliegen als kleine, weiße Wolke auf, sobald du die Pflanze berührst.
Alle drei Schädlinge saugen am Saft und schwächen die Aubergine. Du kannst sie eindämmen, indem du bei Spinnmilben die Luftfeuchtigkeit erhöhst, die Blätter abduschst und möglichst früh eingreifst, bevor sich ein starker Befall ausbreitet.
Pilzkrankheiten bei Auberginen
Pilzliche aubergine krankheiten entstehen meist bei hoher Luftfeuchtigkeit und schlechter Durchlüftung.
- Grauschimmel zeigt sich als grauer, staubiger Belag auf Blättern, Stängeln und Früchten vor allem bei feuchtem Wetter.
- Mehltau erkennt man an einem weißlichen, mehlig-pudrigen Belag auf den Blättern, der die Photosynthese behindert.
- Welkeerreger führen dazu, dass die Pflanze trotz feuchter Erde plötzlich schlaff wird und welkt.
Vorbeugen kannst du, indem du für ausreichend Abstand und Luft zwischen den Pflanzen sorgst, die Blätter möglichst trocken hältst und gleichmäßig gießt. Entferne befallene Blätter frühzeitig, damit keine Ausbreitung erfolgt.
Blütenendfäule und andere Probleme
Nicht jede Störung ist pilz- oder schädlingsbedingt. Die sogenannte Blütenendfäule, bei der die Fruchtspitze braun und ledrig wird, geht auf unregelmäßiges Gießen und Calciummangel in der Frucht zurück – es handelt sich also nicht um eine ansteckende Krankheit. Dieses Problem kennen auch Tomaten und Paprika, die wie Auberginen zu den Nachtschattengewächsen zählen. Das beste Mittel zur Vorbeugung ist eine gleichmäßige Wasserversorgung.
Setzt die Pflanze nur wenige oder keine Früchte an, liegt das oft an zu niedrigen Temperaturen oder ausbleibender Bestäubung – nicht an einer aubergine krankheit. Im geschlossenen Gewächshaus kannst du die Bestäubung unterstützen, indem du regelmäßig lüftest oder vorsichtig die Pflanzen schüttelst.
Krankheiten und Schädlingen vorbeugen
Um aubergine krankheiten und aubergine schädlinge möglichst zu vermeiden, solltest du während der ganzen Saison auf diese Vorbeugemaßnahmen achten:
- Reichlich Abstand und Luft zwischen den Pflanzen lassen
- Gleichmäßig und bodennah gießen
- Regelmäßig alte oder geschwächte Blätter entfernen
- Ausgewogen düngen und Überdüngung vermeiden
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