Wenn du hokkaido kürbis pflanzen möchtest, hast du es in deinem Gemüsegarten vergleichsweise leicht. Die Früchte erreichen meist ein Gewicht von 1–2 kg, die Pflanze selbst bleibt kompakter als die großen Halloween-Sorten und die Saison ist kürzer. Du kannst etwa ab April mit dem Vorziehen starten, pflanzt im Mai ins Beet (mit 80–100 cm Abstand), und erntest die ersten Hokkaidos ab Mitte September.
In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Hokkaido pflanzen kannst, und worin er sich von anderen Kürbisarten unterscheidet.
Was macht den Hokkaido-Kürbis besonders?
Hokkaido erkennt man meist an der runden Form und der tieforangen Schale, aber es gibt ihn auch in grün oder anderen Farben. Das Fruchtfleisch ist fest, eher trocken und hat einen milden, leicht nussigen Geschmack. Er gehört zu den Kürbissen mit mittelgroßen Früchten an einer recht kompakten Pflanze.
Der größte Pluspunkt: Die Schale kannst du einfach mitessen – das Schälen entfällt, und du sparst Zeit in der Küche. Außerdem zählt Hokkaido zu den lagerfähigsten Sorten. Ein ausgereifter Kürbis hält sich oft mehrere Monate.
- Fruchtgewicht um 1–2 kg – reicht locker für mehrere Mahlzeiten
- Festes, trockenes Fruchtfleisch, das beim Backen nicht verwässert
- Essbare Schale, die schön zart wird
- Längere Lagerung möglich als bei den großen Halloween-Kürbissen
- Kürzere Vegetationszeit als viele wärmebedürftige Kürbissorten
Hokkaido säen – so klappt es
Der Hokkaido verträgt keinen Frost und muss deshalb im Haus vorgezogen werden. Die Kulturdauer ist zwar kürzer als bei manch anderer Sorte, aber auch hier bringt das Vorziehen bessere Ergebnisse als die Direktsaat.
- Ab Mitte April bis Anfang Mai vorziehen, etwa 3–4 Wochen vor dem Auspflanzen (abhängig vom Klima)
- Pro 10-cm-Topf ein Samen ca. 2 cm tief säen
- Die Töpfe hell und warm (20–22°C) aufstellen, bis die Samen keimen
- Pflanzen ins Beet setzen, sobald kein Nachtfrost mehr droht und der Boden mindestens 12–15°C hat
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in unserer Anleitung zum Vorziehen von Kürbissen.
Pflanzabstand und Standort für Hokkaido
Hokkaido wächst kompakter als viele andere Sorten, bildet aber auch lange Ranken. Rechne beim Pflanzen mit etwa 80–100 cm Abstand in der Reihe und etwa 100 cm zwischen den Reihen.
Such dir einen vollsonnigen, windgeschützten Standort mit durchlässiger, nährstoffreicher Erde aus. Am besten arbeitest du bereits einige Wochen vor dem Auspflanzen gut verrotteten Kompost ins Beet ein.
Hokkaido eignet sich gut, um an einem stabilen Rankgerüst oder Spalier nach oben zu wachsen, weil die Früchte selten schwerer als 1–2 kg werden. Hast du wenig Platz, ist das eine gute Möglichkeit, die Pflanze nicht am Boden wuchern zu lassen.
Konkrete Beispiele zu Pflanzabständen findest du in unserem Abstandsratgeber für Kürbisse.
Pflege während der Saison
Der Hokkaido braucht wie andere Kürbisse gleichmäßige Feuchtigkeit und regelmäßige Nährstoffgaben. In den warmen Wochen verlangt er viel Wasser – eine ausgewachsene Pflanze braucht mindestens 15 Liter pro Mal.
- Immer bodennah und gründlich gießen, am besten morgens, und die Blätter nicht benetzen
- Ab etwa einem Monat nach dem Auspflanzen regelmäßig düngen
- Weniger Stickstoff geben, sobald die ersten Früchte angesetzt haben
- Jede Frucht auf eine Steinplatte oder ein Holzbrett legen, damit sie nicht auf feuchter Erde ruht
- Alte und gelbe Blätter regelmäßig entfernen, damit die Pflanze gut durchlüftet ist
Mehr Infos zu richtigen Mengen und Zeitpunkten findest du in unseren Ratgebern Kürbis gießen und Kürbis düngen.
Wie viele Hokkaido-Früchte bringt eine Pflanze?
Eine gesunde Hokkaido-Pflanze schafft in der Regel 3–5 ausgereifte Früchte. Das ist mehr als bei riesigen Halloween-Kürbissen, weil die einzelnen Hokkaidos kleiner bleiben und die Pflanze ihre Kraft besser aufteilen kann.
Stellt die Pflanze deutlich mehr Fruchtansätze ein, kannst du gegen Sommerende einige der kleinsten entfernen. Kürbisse, die erst im August gebildet werden, reifen meist nicht mehr aus und nehmen den anderen die Energie.
Hokkaido ernten und lagern
Die Hokkaido-Ernte startet normalerweise ab Mitte September bis in den Oktober, oft etwas früher als bei sehr großen Sorten. Die Frucht ist reif, wenn die Schale so hart ist, dass du sie nicht mehr mit dem Fingernagel einritzen kannst, die Farbe kräftig und gleichmäßig ist und der Stängel abstrocknet.
Schneide den Stängel mit 5–10 cm Länge ab, damit keine offene Verletzung an der Frucht entsteht, und lasse sie ein bis zwei Wochen bei 20–25°C an einem luftigen Ort nachreifen. Danach lagern die Früchte am besten trocken und dunkel bei 10–15°C. Unter guten Bedingungen halten sie 3–4 Monate, manchmal sogar ein halbes Jahr.
Woran du die Reife genau erkennst, liest du in unserem Ratgeber zur Kürbisernte. Wie du deine Kürbisse richtig lagerst, erkläre ich dir in unserer Anleitung zur Kürbislagerung.
Möchtest du mehr über andere Kürbisarten erfahren?
Hokkaido ist der ideale Einstieg, wenn du noch nie Kürbis angebaut hast. Die Früchte sind handlich, der Anbau ist überschaubar, und mit der Ernte hast du auch im Winter noch Genuss.
Viele weitere Tipps zum Säen, Anbauen und Pflegen deiner Kürbisse findest du in unserem großen Kürbis-Ratgeber.
Und falls du Lust auf andere Sorten hast, findest du hier noch passende Anleitungen:
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