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Kürbis krankheiten

Kürbis krankheiten - Blomea.de

Die häufigsten kürbis krankheiten sind Mehltau – dazu gehören sowohl Echter Mehltau als auch Falscher Mehltau –, Grauschimmel und das Mosaikvirus. Unter den kürbis schädlinge treten vor allem Blattläuse, Schnecken und Spinnmilben regelmäßig auf. Typische Anzeichen sind ein weißer Belag auf den Blättern, gelbe Flecken, verkrüppelte Triebe oder Früchte, die am Boden faulen.

In diesem Ratgeber zeige ich Ihnen, wie Sie die häufigsten Probleme bei Kürbispflanzen erkennen, was Sie dagegen tun können und wie Sie diesen im Verlauf der Saison am besten vorbeugen.

Warum treten Krankheiten bei Kürbispflanzen auf?

Kürbisse wachsen sehr schnell, bilden große Blätter aus und tragen während einer langen Saison schwere Früchte. Gerade das starke Wachstum macht sie aber empfindlich, wenn die Bedingungen aus dem Gleichgewicht geraten. Feuchtigkeit, Luft, Wasser und Nährstoffe hängen eng miteinander zusammen – wird eines davon ungünstig verändert, wird die Pflanze anfälliger für Erkrankungen.

Eine gesunde Kürbispflanze ist im Grunde recht robust. Krank werden meistens gestresste oder ungünstig gepflegte Pflanzen.

Krankheiten bei Kürbissen treten besonders häufig auf, wenn:

  • Die Pflanzen zu eng stehen und die Blätter nicht genug Luft bekommen
  • Die Blätter vor allem abends lange feucht bleiben
  • Die Luftfeuchtigkeit über längere Zeit sehr hoch ist
  • Unregelmäßig oder direkt über die Blätter gegossen wird
  • Der Boden dauerhaft nass und dadurch sauerstoffarm ist
  • Zu viel Stickstoff zugegeben wurde, was zu weichen, wässrigen Trieben führt

Der Pflanzabstand ist eines der wirksamsten Mittel gegen kürbis krankheiten. Die optimalen Abstände finden Sie auch in unserer Anleitung zu Pflanzabständen für Kürbis.

Mehltau an Kürbis

mehltau kürbis ist die am weitesten verbreitete Erkrankung und taucht fast immer gegen Ende der Saison auf. Es gibt zwei unterschiedliche Formen, die sogar gegensätzliche Bedingungen bevorzugen.

Echter Mehltau

Echter Mehltau beginnt typischerweise mit einem weißlichen, mehlig-pudrigen Belag auf der Blattoberseite, als wären die Blätter mit Mehl bestäubt. Echter Mehltau liebt warmes, trockenes Wetter, vor allem wenn es nachts abkühlt, und breitet sich von dort schnell weiter aus. Die Blätter werden im Verlauf immer gelber, trocknen ein und sterben ab. Die Pflanze verliert Laub, das sie für die Fruchtreife dringend benötigt.

Falscher Mehltau

Falscher Mehltau hingegen, auch Blattfleckenkrankheit genannt, benötigt Feuchtigkeit. Zu erkennen ist er an gelben oder hellen Flecken auf der Blattoberseite, meist klar abgesetzt durch die Blattadern, sowie an einem grauen bis violetten Pilzrasen an der Unterseite. Besonders häufig tritt er bei regnerischem Wetter auf.

So gehen Sie bei mehltau kürbis vor:

  • Entfernen Sie befallene Blätter sofort und entsorgen Sie diese im Müll (nicht auf dem Kompost)
  • Gießen Sie nur am Boden und nicht über die Blätter, damit diese trocken bleiben
  • Schneiden Sie regelmäßig die unteren, älteren Blätter heraus, um mehr Luft in die Pflanze zu bekommen
  • Stickstoff haltige Überdüngung vermeiden, denn weiche Triebe sind besonders anfällig
  • Idealerweise morgens wässern, sodass die Blätter tagsüber abtrocknen können

Tritt mehltau kürbis erst sehr spät in der Saison auf, ist der Schaden meist überschaubar – die Früchte sind dann in der Regel bereits am Ausreifen.

Wie Sie Kürbisse am besten gießen, lesen Sie in unserer Anleitung zur Bewässerung von Kürbis.

Grauschimmel und andere Pilzkrankheiten

Grauschimmel (Botrytis) erkennen Sie an einem grauen, pelzigen Belag auf Blüten, Blättern oder Früchten. Er tritt häufig bei feuchter Witterung und schlechter Luftzirkulation auf. Oft beginnt ein Befall an den verblühten Blütenresten, die an jungen Früchten haften bleiben. Von hier aus kann sich die Fäulnis in das Fruchtfleisch ausbreiten, sodass der Kürbis von der Blütenseite her fault.

Entfernen Sie befallene Pflanzenteile umgehend und zupfen Sie verwelkte Blütenreste rechtzeitig von den kleinen Früchten ab, damit der Pilz keinen feuchten Nährboden findet. Die beste Vorbeugung ist eine gute Durchlüftung der Pflanze.

Mosaikvirus bei Kürbis

Das Mosaikvirus betrifft die gesamte Kürbisfamilie. Typisch ist ein helles, mosaikartiges Muster auf den Blättern, häufig zusammen mit gekräuselten oder verdrehten Trieben. Auch die Früchte können klein, warzig oder verfärbt bleiben. Übertragen wird das Virus vor allem durch Blattläuse, manchmal aber auch über infizierte Pflanzenreste oder Gartengeräte.

Ist eine Pflanze einmal infiziert, gibt es leider keine Behandlung. Sie sollte zeitnah entfernt und im Hausmüll entsorgt werden (nicht auf dem Kompost). Vorbeugend hilft es, Blattläuse zu kontrollieren, regelmäßig nach der Saison alle Pflanzenreste zu beseitigen und Fruchtwechsel zu betreiben – also möglichst jedes Jahr einen anderen Standort für Kürbis und Verwandte zu wählen, damit sich Krankheitserreger im Boden nicht anreichern.

Fäulnis an Früchten, Stängel und Wurzeln

Nicht jedes Problem an Kürbissen entsteht durch Pilzbefall an den Blättern. Fäulnis an der Frucht selbst ist sogar eines der häufigsten Probleme und hat meist eine ganz einfache Ursache: Der Kürbis liegt direkt auf feuchtem Boden.

Typische Symptome und Ursachen:

  • Weiche, dunkle Stellen an der Unterseite der Frucht – meist dort, wo sie auf dem Boden aufliegt
  • Weiche, dunkle Flecken am Blütenende, oft verursacht durch schwankende Wasserversorgung
  • Der Stängel wird dunkel, weich oder eingesunken im Bereich der Bodenoberfläche
  • Die Pflanze macht schlapp, obwohl der Boden feucht ist – meist Hinweis auf Sauerstoffmangel an den Wurzeln

Die Lösung bei faulen Früchten ist einfach: Legen Sie rechtzeitig einen flachen Stein, ein Brett oder eine Fliese unter jede Frucht, sobald diese eine gewisse Größe haben. Leidet die Pflanze an Wurzelfäule, hilft mehr gießen selten – hier ist das Anpassen der Bewässerung und die Verbesserung der Drainage sinnvoller.

Kürbis und Schädlinge

Schädlinge sind zwar keine Krankheiten, schwächen Kürbispflanzen aber und machen sie damit anfälliger für Pilze und Viren. Zu den wichtigsten kürbis schädlinge zählen Schnecken, Blattläuse und Spinnmilben.

Schnecken

Gerade nach dem Auspflanzen können Schnecken über Nacht ganze junge Kürbispflanzen vernichten. Typische Spuren sind Fraßlöcher in den Blättern und silbrige Schleimspuren.

  • Schnecken am Abend oder früh morgens absammeln
  • Unsere Schneckenfallen gezielt in feuchten Perioden einsetzen
  • Das Beet sauber halten – entfernen Sie Abfälle, Holz oder Unterschlüpfe
  • Junge Pflanzen eventuell mit einer Schicht Kies oder zerkleinerten Eierschalen umgeben

Blattläuse

Blattläuse sind kleine grüne, schwarze oder gelbliche Insekten, die bevorzugt an den Triebspitzen und Blattunterseiten sitzen. Sie saugen Pflanzensaft und hinterlassen klebrigen Honigtau, der Pilzbefall und Ameisen anzieht. Wie oben erläutert, übertragen sie zudem das Mosaikvirus – meist das größte Problem überhaupt.

  • Blattläuse mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen
  • Starken Befall mit einem feuchten Tuch an den betroffenen Trieben abwischen
  • Marienkäfer und Schwebfliegen fördern, indem Sie Blüten wie Ringelblume Saatgut oder Borretsch Saatgut in der Nähe säen
  • Bei starkem Befall finden Sie passende Mittel in unserem Bereich Insektenfrei

Spinnmilben

Spinnmilben sind winzig und werden meist erst erkannt, wenn sie feine Gespinste auf der Blattunterseite bilden. Die Blätter zeigen kleine helle Punkte, werden dann gelblich-grau und trocknen ein. Besonders wohl fühlen sie sich im warmen, trockenen Gewächshaus. Halten Sie die Luftfeuchte hoch, indem Sie ab und an feucht sprühen, und entfernen Sie stark befallene Blätter.

Wenn die Früchte abfallen, ohne zu wachsen

Häufig wird ein anderes Problem für eine Krankheit gehalten: Die Pflanze blüht üppig, doch die kleinen Früchte werden gelb (kürbis blätter gelb) und fallen ab. Ursache ist meist eine fehlende Bestäubung und keine Erkrankung.

Kürbis bildet weibliche und männliche Blüten auf derselben Pflanze. Bienen übertragen den Pollen von den männlichen zu den weiblichen Blüten. Steht die Pflanze im Gewächshaus mit geschlossenen Türen oder ist das Wetter während der Blütephase kalt und regnerisch, kann das Bestäuben ausbleiben. Notfalls hilft das manuelle Bestäuben: einfach mit einem feinen Pinsel Pollen von der männlichen auf die weibliche Blüte übertragen.

Vorbeugung gegen kürbis krankheiten

Die beste Strategie gegen Krankheiten beim Kürbis ist eine durchdachte Vorbeugung und Pflege während der ganzen Saison:

  • Großzügiger Abstand und ausreichend Luft im Pflanzenbestand
  • Gleichmäßige Bewässerung direkt am Boden – idealerweise am Morgen
  • Regelmäßiges Entfernen alter, gelber oder schwacher Blätter (kürbis blätter gelb)
  • Eine flache Unterlage (Stein/Brett) unter jede Frucht
  • Ausgewogene Düngung ohne übermäßigen Stickstoff-Einsatz
  • Jährlicher Standortwechsel (Fruchtfolge), damit Kürbisse nicht mehrmals hintereinander am selben Ort wachsen
  • Gründliche Beseitigung aller Pflanzenreste am Saisonende

Wie Sie auf einen ausgeglichenen Nährstoffhaushalt achten, erfahren Sie auch in unserer Anleitung zur Düngung von Kürbis.

Sie möchten noch mehr über Kürbisse wissen?

Lesen Sie ausführlich, wie Sie Kürbisse aussäen, kultivieren und pflegen, in unserer Anleitung zu Anbau von Kürbis.

Und wenn Sie noch tiefer in die Thematik Kürbis einsteigen wollen, könnten unsere weiteren Anleitungen für Sie nützlich sein:

Wenn Sie noch Samen für die nächste Saison brauchen: Wir bieten viele spannende und biosamen Kürbissamen hier an.

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