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Pastinaken düngen

Pastinaken düngen

Pastinaken sind genügsames Wurzelgemüse mit einer langen Wachstumsphase. Das bedeutet, dass sie in der Regel kaum zusätzliche Düngung benötigen, sofern der Boden von Anfang an gut vorbereitet ist. Wird zu viel gedüngt – vor allem mit Stickstoff oder frischem Dünger –, steckt die Pflanze ihre Energie leicht in das Blattwerk statt in die Wurzel. Das Ergebnis: große Blätter, aber kleine, verzweigte oder deformierte Pastinaken. Deshalb sollte man beim pastinaken düngen besonders vorsichtig sein.

In dieser Anleitung erfährst du, wann und wie du eventuell deine Pastinaken düngen solltest, wie wenig sie tatsächlich brauchen und an welchen Anzeichen du einen Mangel oder ein Zuviel erkennen kannst.

Brauchen Pastinaken überhaupt Dünger?

Meistens nein – oder nur in sehr kleinen Mengen. Pastinaken entwickeln über fünf bis sieben Monate langsam ihre kräftige Wurzel und entnehmen die nötigen Nährstoffe aus gut strukturierter Erde. Arbeitest du vor der Aussaat eine Portion gut verrotteten Kompost in das Beet ein, versorgst du deine Pflanzen meist schon ausreichend, damit sie schöne, süße Wurzeln bilden können.

Pastinaken gehören zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) – ebenso wie Möhren, Petersilie oder Sellerie. Für alle gilt eine wichtige Regel: Frischen Stallmist besser nicht verwenden! Dieser ist zu stark, wodurch Pastinaken grob, verzweigt und manchmal sogar scharf schmecken können. Gut verrotteter Kompost hingegen eignet sich ideal – diesen kannst du bereits ein paar Wochen vor der Aussaat ins Beet einarbeiten.

Wann solltest du Pastinaken düngen?

In den allermeisten Fällen musst du deine Pastinaken während der Saison gar nicht düngen. Nur wenn die Pflanzen wirklich kümmerlich aussehen oder du jahrelang am selben Platz anbaust, kann eine kleine Extra-Gabe sinnvoll sein.

Als Faustregel gilt:

  • Vor der Aussaat: Leicht verrotteter Kompost einige Wochen vorher in den Boden einarbeiten
  • Während der Wachstumszeit: Keine zusätzliche Düngung, sofern der Boden nährstoffreich genug ist
  • Ggf. eine stark verdünnte Gabe Flüssigdünger zur Saisonmitte, falls die Blätter auffallend hell bleiben
  • Im Spätsommer evtl. eine dünne Schicht Kompost rund um die Pflanzen, falls die Wurzeln noch Reserven aufbauen

Pastinaken zu düngen ist wie eine Investition in die Zukunft: Am wichtigsten ist die Vorbereitung vor dem Säen der Samen – der Rest der Saison dreht sich dann vor allem ums Gießen und das richtige Ausdünnen.

Anzeichen für Über- und Unterdüngung

Pastinaken zeigen recht deutlich, wenn sie nicht optimal mit Nährstoffen versorgt sind. Achte daher beim Anbau auf Blätter und Wurzeln zugleich:

  • Große, üppige Blätter, aber kleine oder verzweigte Wurzeln: Das weist auf zu viel Stickstoff oder frischen Dünger hin.
  • Helle bis gelbliche Blätter: Möglicherweise ein Stickstoffmangel oder zu nasser, kalter Boden.
  • Schwaches, langsames Wachstum: Allgemeiner Nährstoffmangel oder zu trockene Erde.
  • Braune, faulige Stellen im oberen Wurzelbereich: Oft ein Zeichen für Bormangel – das sogenannte Herz- oder Trockenfäule.
  • Dunkle, eingesunkene Flecken an Schulter oder an der Seite der Wurzel: Das kann auf die Pastinakenschorf-Krankheit hinweisen, die unter anderem durch unausgeglichene Nährstoffversorgung begünstigt wird.

Nährstoffe und Bewässerung hängen eng miteinander zusammen. Ist der Boden zu trocken, kann die Pflanze die vorhandene Nahrung nicht aufnehmen – deshalb reagieren Pastinaken oft besser auf regelmäßiges Gießen als auf zusätzliche Düngergaben.

Ausführlichere Tipps dazu findest du in unserem Ratgeber Bewässerung von Pastinaken.

Bormangel und Herzfäule bei Pastinaken

Eine der spezifischsten Nährstoffprobleme bei Pastinaken ist der Mangel an Bor, der die sogenannte Herzfäule auslöst. Dabei entstehen braune, faulige Stellen am oberen Teil der Wurzel, während der Rest der Pastinake noch gesund erscheint. Bormangel tritt insbesondere auf, wenn der Boden sehr sandig ist, einen hohen pH-Wert hat oder nach längeren Trockenperioden.

Zur Vorbeugung hilft vor allem gleichmäßiges Gießen während der gesamten Saison und die Zugabe von gut verrottetem Kompost, der auf natürliche Weise geringe Mengen an Bor mitbringt.

Mehr zu Symptomen und Gegenmaßnahmen liest du in unserem Artikel Krankheiten an Pastinaken.

Möchtest du noch mehr zu Pastinaken wissen?

Das pastinaken düngen ist nur ein Teil des Ganzen. Es gibt viele zusätzliche Kniffe, die Geschmack und Ertrag im Laufe der Saison beeinflussen können.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, können auch unsere anderen Anleitungen zu Pastinaken nützlich für dich sein:

Und falls du noch neue Samen für die nächste Saison suchst: Wir haben eine feine Auswahl an biosamen und aromatischen Pastinakensamen hier.

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