Frisch geerntete Pastinaken bleiben lange haltbar, wenn Sie sie kühl und leicht feucht lagern. Die Pastinake zählt zu den robustesten Wurzelgemüsen und ist von Natur aus etwas fester als zum Beispiel Möhren. Mit den richtigen Lagerbedingungen können Sie Ihre Pastinaken problemlos bis ins neue Jahr hinein genießen. Viele Hobbygärtner lassen einen Teil der Ernte sogar einfach noch im Beet und holen die Wurzeln nach und nach heraus – solange der Boden nicht tief durchfriert.
In dieser Anleitung erfahren Sie, wie Sie Pastinaken am besten aufbewahren, ob Sie Pastinaken einfrieren können und an welchen Anzeichen Sie erkennen, wenn sie nicht mehr verwendbar sind.
Wie lange sind Pastinaken haltbar?
Pastinaken gehören zu den lagerfähigsten Wurzelgemüsen. Im Kühlschrank halten sie meist mehrere Wochen, in einem kühlen Keller sogar einige Monate – vorausgesetzt, das Blattgrün wurde entfernt und die Wurzeln trocknen nicht aus oder liegen zu warm.
Woran erkennen Sie, dass Ihre Pastinaken zu alt sind?
- Die Wurzel fühlt sich weich oder gummiartig an
- Die Schale wird runzelig und verliert ihren hellen Ton
- Auf Schulter oder Seite erscheinen dunkle, eingesunkene Stellen
- Das Aroma wird muffig oder ungewöhnlich scharf
Das harte, holzige „Herz“ der Wurzel sollten Sie wegschneiden, sobald es faserig wird. Den übrigen Teil können Sie aber meist noch gut für Suppen, Eintöpfe oder Ofengemüse nutzen, auch wenn die Pastinake nicht mehr für einen Rohkostsalat geeignet ist.
Pastinaken lagern im Kühlschrank
Für kurzfristige Aufbewahrung eignet sich der Kühlschrank am besten. Die niedrigen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit bewahren die Pastinaken vor dem Austrocknen und halten sie knackig.
- Entfernen Sie das Grün, lassen Sie höchstens ein kleines Stück am oberen Ende stehen
- Bürsten Sie überschüssige Erde vorsichtig ab – bitte nicht waschen, bevor Sie die Pastinaken verwenden
- Legen Sie die Wurzeln in einen gelochten Plastikbeutel oder eine offene Dose, damit die Feuchtigkeit ein wenig entweichen kann
- Bei Bedarf ein Blatt Küchenpapier beilegen, um überschüssige Feuchte aufzusaugen
- Lagern Sie die Pastinaken im Gemüsefach bei 0–4 °C
So gelagert bleiben Pastinaken meist 2–4 Wochen frisch. Kontrollieren Sie sie regelmäßig und verbrauchen Sie die größten und ältesten Stücke zuerst, damit keine matschige Pastinake die anderen in Mitleidenschaft zieht.
Längere Lagerung im Sand im Keller
Wenn Sie eine größere Menge Pastinaken auf einmal geerntet haben, nutzen Sie am besten einen kühlen Keller, eine Speisekammer oder einen frostfreien Abstellraum zur Lagerung. Geben Sie die Pastinaken schichtweise in eine Kiste mit leicht feuchtem Sand – so wird das Mikroklima des Bodens nachgeahmt und die Wurzeln bleiben länger frisch und fest.
- Verwenden Sie eine Holzkiste, Kunststoffbox oder einen Eimer; bedecken Sie den Boden mit feuchtem Sand
- Platzieren Sie die Pastinaken seitlich so in den Sand, dass sie sich nicht berühren
- Bedecken Sie jede Schicht mit einer neuen Lage feuchten Sands und schichten Sie weiter, bis die Kiste voll ist
- Stellen Sie die Kiste an einen dunklen, frostfreien und möglichst kühlen Ort bei 1–5 °C
- Kontrollieren Sie alle 2–3 Wochen und entfernen Sie weiche Wurzeln rechtzeitig
Der Sand sollte immer leicht feucht, aber niemals nass sein – zu viel Feuchtigkeit beschleunigt Fäulnis. In Sand gelagert sind Pastinaken oft 3 bis 5 Monate lagerfähig.
Pastinaken im Winter im Boden lassen
Oft ist es am einfachsten, Pastinaken direkt im Beet zu lagern. Pastinaken sind frosthart, die Wurzel nimmt selbst bei kühlen Temperaturen keinen Schaden. Im Gegenteil: Je länger die Pflanze im kalten Boden steht, desto aromatischer und süßer wird sie.
Um im Winter leicht ernten zu können, decken Sie das Beet idealerweise mit Stroh, Laub oder einem Vlies ab. So friert der Boden nicht völlig durch und Sie können auch bei Kälte problemlos ernten. Diese Methode passt vor allem zu klassischen Gartenbeeten – bei Hochbeeten reicht die Isolierung im Winter manchmal nicht aus.
Spätestens im frühen Frühjahr sollten Sie jedoch alle Pastinaken aus der Erde holen, bevor die Pflanzen mit dem Austrieb des Blütenstängels beginnen. Dann wird die Wurzel zäh und faserig und schmeckt schnell fade.
Pastinaken einfrieren – geht das?
Ja, Sie können Pastinaken einfrieren! Pastinaken eignen sich sogar sehr gut zum Einfrieren, wenn sie zuvor blanchiert wurden. Tiefgekühlte Pastinaken werden beim Auftauen meistens etwas weicher als frische, doch das stört bei der Zubereitung von Suppen, Eintöpfen, Püree oder Ofengemüse überhaupt nicht.
Blanchieren (kurzes Kochen und anschließendes Abschrecken in Eiswasser) stoppt Enzyme, die sonst Geschmack und Farbe beim Einfrieren verändern würden.
So blanchieren und frieren Sie Pastinaken ein:
- Pastinaken schälen und in Würfel oder Stifte schneiden
- Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen
- Pastinaken für 2–3 Minuten ins kochende Wasser geben
- Sofort in Eiswasser geben, damit der Garprozess gestoppt wird
- Gut abtropfen lassen und portionsweise in Gefrierbeutel oder -boxen abfüllen
Blanchierte Pastinaken halten im Tiefkühler meist 8 bis 12 Monate. Auch fertig gegarte Pastinaken-Rezepte wie Püree oder Suppe können Sie direkt einfrieren – eine gute Möglichkeit, eine große Ernte haltbar zu machen, wenn Sie viel angebaut haben.
Typische Fehler beim Lagern von Pastinaken
Die größten Probleme beim Pastinaken lagern entstehen meist durch zu warme oder zu trockene Luft. Werden sie zu warm aufbewahrt, werden sie schnell weich. Ist es zu trocken, verlieren sie an Spannung und werden schlaff.
- Waschen Sie Pastinaken vor der Lagerung nicht, sonst fördert die Feuchtigkeit Fäulnis
- Entfernen Sie das Grün direkt nach der Ernte, damit die Wurzel nicht weiter auslaugt
- Vermeiden Sie verschlossene Plastiktüten im Kühlschrank, darin stauen sich Feuchtigkeit und Dämpfe – das führt zu weichen Wurzeln
- Lagern Sie möglichst frostfrei, aber so kalt wie möglich (idealerweise 0–5 °C)
- Kontrollieren Sie regelmäßig und sortieren Sie weiche Wurzeln aus, bevor andere angesteckt werden
In der Praxis kombinieren viele Anbauer verschiedene Methoden: Eine kleine Menge kommt in den Kühlschrank für die nächste Woche, größere Mengen in Sand im Keller und der Rest bleibt während des Winters im Beet, sodass kontinuierlich geerntet werden kann.
Möchten Sie noch mehr über Pastinaken erfahren?
Das Pastinaken lagern ist oft der Abschluss der Saison. Falls Sie selbst gerade Pastinaken anbauen, könnten auch diese Anleitungen für Sie interessant sein:
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