Pastinaken sollten während der gesamten Wachstumsperiode gleichmäßig und in kleinen Mengen bewässert werden. Eine stetig feuchte Erde ist entscheidend, damit die Wurzeln lang, zart und aromatisch bleiben. Wechsel zwischen Trockenperioden und starker Bewässerung führen dagegen oft dazu, dass Pastinaken aufplatzen oder holzig werden. Gieße am besten morgens direkt auf die Erde, damit die Wurzelzone leicht feucht bleibt.
In diesem Ratgeber erfährst du, wie viel Wasser Pastinaken typischerweise benötigen, zu welcher Tageszeit das pastinaken gießen am günstigsten ist und auf welche Anzeichen du während der Saison achten solltest.
Wie viel Wasser brauchen Pastinaken?
Pastinaken bilden tiefe, kräftige Pfahlwurzeln, mit denen sie sich Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten holen. Damit sind sie weniger empfindlich gegenüber kürzeren Trockenphasen als etwa Radieschen oder Salat. Trotzdem ist es wichtig, dass das Wasser bis in die gesamte Wurzelzone vordringt und nicht nur die Bodenoberfläche befeuchtet.
- Direkt nach der Aussaat: Halte die obersten 2–3 cm Erde gleichmäßig feucht, bis die Samen nach etwa 16–28 Tagen keimen. Bewässere vorsichtig mit feinem Strahl, damit die Samen nicht ausgeschwemmt werden.
- Keim- & Anwachsphase: Leichte, anhaltende Feuchtigkeit ist wichtiger als große Wassermengen. In trockenen Wochen 1–2 mal gießen, damit die Erde nicht völlig austrocknet.
- Wachstumsphase: Im Freiland reichen in der Regel 15–25 Liter pro Quadratmeter und Woche, aufgeteilt auf ein bis zwei Durchgänge. Gieße dabei tiefgründig, damit auch die Pfahlwurzel versorgt wird.
- Letzter Abschnitt der Wachstumszeit: Sorge für gleichmäßige Feuchtigkeit, damit sich die Wurzel ohne Risse entwickelt. Wechsel zwischen Trockenstress und viel Wasser ist der häufigste Grund für gerissene Pastinaken.
Die Erde sollte sich in 10–15 cm Tiefe feucht, aber nicht nass anfühlen. Falls du unsicher bist, kann ein Bodenfeuchtemesser besonders bei Kübel- oder Sackkultur hilfreich sein.
Wasser an die Wurzel, nicht über die Blätter gießen
Eine der wichtigsten Grundregeln beim pastinaken gießen ist, immer gezielt direkt an den Fuß der Pflanze zu gießen und nicht großflächig über das Laub. Bleiben die Blätter lange feucht, begünstigt das Pilzkrankheiten – und das Pastinakenkraut ist ohnehin dicht und braucht länger zum Abtrocknen.
Beim Bewässern von Pastinaken solltest du daher:
- Langsam und gezielt direkt an die Wurzeln gießen
- Gießen über das Laub möglichst vermeiden, besonders in den Abendstunden
- Achten, dass das Wasser gut in den Boden einsickert und nicht abläuft
Eine Gießkanne mit feiner Brause oder ein sanfter Tropfschlauch erleichtert das gezielte pastinaken gießen, ohne das Blattwerk zu benetzen. Im Garten funktioniert auch ein einfacher Perlschlauch unter den Pflanzen sehr gut und spart im Vergleich zum Sprenger deutlich Wasser.
Zu welcher Tageszeit Pastinaken gießen?
Idealerweise gießt du morgens. Dann steht tagsüber genug Wasser zur Verfügung, und eventuelle Spritzer auf den Blättern trocknen schnell im Sonnenlicht. Das gibt Pastinaken einen guten Start, bevor es richtig warm wird.
Zur Mittagszeit verdunstet zwangsläufig mehr Wasser und die Blätter können bei intensiver Sonne verbrennen. Am Abend sollte nur gegossen werden, wenn nötig – dann aber so bodennah wie möglich, um feuchte Blätter über Nacht zu vermeiden. Dadurch sinkt das Risiko für Krankheiten erheblich.
Pastinaken gießen in Kübeln und Hochbeeten
Wenn du Pastinaken im Kübel, in Balkonkästen oder Pflanzsäcken anbaust, ist der Wasserbedarf meist höher als im Beet. Das Erdvolumen ist begrenzt und trocknet unter Sonne und Wind schnell aus.
Gerade in der Hochsaison solltest du Kübel täglich kontrollieren; bei größerer Hitze sind zwei leichte Wassergaben am Tag oft sinnvoll. Achte immer darauf, dass der Topf Abzugslöcher hat, damit überschüssiges Gießwasser abfließen kann. Pastinaken mögen es feucht, aber Staunässe bekommt ihnen nicht.
Auch Hochbeete entwässern meist schneller als Beete im Boden. Gieße deshalb auch hier regelmäßiger – besonders bei Trockenperioden. Eine Schicht Blumenerde gemischt mit Kompost hilft, die Feuchtigkeit länger zu halten.
Anzeichen für zu wenig oder zu viel Wasser
Zu wenig Wasser:
- Lasche, schlaffe Blätter in der Tagesmitte
- Holzige, hohle oder bittere Pastinaken bei der Ernte
- Braune, eingesunkene Stellen oben an der Wurzel – bei gleichzeitiger Bor-Mangel kann Trockenheit das Problem verschärfen
Zu viel Wasser:
- Gelbliches Laub und gehemmtes Wachstum trotz Wärme und Sonne
- Wurzeln, die aufplatzen oder weich werden
- Erhöhte Gefahr für Wurzelfäule und Pilzerkrankungen
Ständiger Wechsel zwischen trockener Erde und starken Wassergaben ist für Pastinaken am ungünstigsten. Eine ausgetrocknete Wurzel saugt nach plötzlichem Starkregen oder Gießen sehr viel Wasser auf, das Rissbildungen am Wurzelkörper verursacht. Deshalb ist gleichmäßige Feuchtigkeit vom Anfang an die beste Vorbeugung gegen die meisten Probleme.
Noch mehr rund um Pastinaken?
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- Vorziehen von Pastinaken
- Anbau von Pastinaken
- Düngung von Pastinaken
- Ernte von Pastinaken
- Lagerung von Pastinaken
- Pastinaken – Krankheiten und Schädlinge
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